Wie Sie die richtige Datenrettungsfirma auswählen
Ein praktischer Ratgeber, um einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden – und teure Fehler zu vermeiden
Die Preise für eine Datenrettung in Österreich und Deutschland können für denselben Auftrag zwischen 200 € und über 5.000 € liegen. Der Unterschied? Einige Unternehmen verfügen über ein eigenes Labor und erfahrene Techniker. Andere sind nur Vermittler, die Ihr Laufwerk woandershin schicken – und dafür einen Aufschlag verlangen. So können Sie diese unterscheiden.
7 Warnsignale eines unseriösen Anbieters
Bevor Sie Ihre beschädigten Datenträger – und Ihre unersetzlichen Daten – aus der Hand geben, achten Sie auf diese Warnsignale:
Versprechen einer „100 % Erfolgsquote“
Kein seriöses Unternehmen kann eine 100-prozentige Rettung garantieren. Schwer beschädigte Magnetplatten, überschriebene Daten oder verschlüsselte SSDs können manchmal nicht wiederhergestellt werden – und jeder ehrliche Anbieter wird Ihnen das im Voraus mitteilen.
Nicht erstattungsfähige Vorabgebühren
Ein seriöses Unternehmen berechnet Gebühren für die Diagnose (oder bietet diese kostenlos an) und stellt die Datenrettung nur bei Erfolg in Rechnung. Wenn jemand die volle Bezahlung verlangt, bevor er sich Ihr Laufwerk überhaupt angesehen hat, suchen Sie sich einen anderen Anbieter.
Vage oder versteckte Preise
Fragen Sie nach einer klaren Preisliste, bevor Sie Ihren Datenträger einsenden. Wenn das Unternehmen nicht zumindest eine Preisspanne je Gerätetyp und Fehlerkategorie nennen kann, könnte Sie die Endrechnung böse überraschen.
Verkaufsdruck und künstliche Dringlichkeit
„Senden Sie es heute noch ein, oder Ihre Daten sind für immer verloren!“ – Das stimmt fast nie. Sofern sich der Zustand nicht akut verschlechtert (Feuer- oder Wasserschaden), schaden ein paar Tage Recherche Ihren Daten nicht.
Kein eigenes Labor und keine Laminarbox
Physische Datenrettung erfordert das Öffnen von Laufwerken in einer kontrollierten, staubfreien Umgebung. Fragen Sie, ob der Anbieter eine eigene Laminarbox der ISO-Klasse 5 betreibt – oder an Dritte auslagert. Vermittler bedeuten zusätzliche Kosten und Risiken.
Datenträger in schlechterem Zustand zurückgegeben
Dies ist das fatalste Warnsignal. Wenn ein vorheriger Anbieter Ihr Laufwerk bereits geöffnet, Teile falsch ausgetauscht oder zusätzliche Kratzer auf den Magnetplatten verursacht hat, wird die Rettung schwieriger und teurer – manchmal sogar unmöglich.
Ausweichende Kommunikation
Ein guter Anbieter erklärt Ihnen, was gefunden wurde, was machbar ist und was es kosten wird – bevor die Arbeit beginnt. Wenn Sie keinen klaren Diagnosebericht oder keine direkten Antworten auf Ihre Fragen erhalten, suchen Sie sich jemand anderen.
Fragen, die Sie vor der Auswahl stellen sollten
Wenn Sie einen Datenrettungsanbieter bewerten, stellen Sie diese Fragen:
- Haben Sie ein eigenes Datenrettungslabor oder lagern Sie Aufträge aus?
- Was beinhaltet Ihre Diagnose und fallen dafür Gebühren an?
- Erhalte ich ein verbindliches Angebot, bevor die Rettung beginnt?
- Wie sieht Ihre „Keine Daten, keine Kosten“-Regel aus – was genau zählt als „keine Daten“?
- Wie lange sind Sie schon auf dem Markt und wie viele Fälle haben Sie bearbeitet?
- Über welche Zertifizierungen oder Spezialausrüstung verfügen Sie?
- Können Sie mit Firmenkunden eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) abschließen?
- Was passiert mit meinen Daten, nachdem die Datenrettung abgeschlossen ist?
Warum Sie sich für DataHelp entscheiden sollten
So schneiden wir bei der oben genannten Checkliste ab:
Eigenes Labor seit 1998
Wir betreiben unser eigenes Rettungslabor in Prag mit Laminarboxen der ISO-Klasse 5 und sind kein Vermittler. Ihre Daten verlassen niemals unsere Einrichtung.
Kostenlose Fallanmeldung
Senden Sie das Gerät selbst ein oder geben Sie es persönlich ab. Die optionale versicherte DPD-Abholung kostet 45 €. Nach der Diagnose erhalten Sie ein verbindliches Angebot; ohne Ihre Freigabe beginnt keine Datenrettung.
Transparente Preisgestaltung
Sie erhalten nach der Diagnose ein verbindliches Angebot – bevor die Rettungsarbeiten beginnen. Keine Überraschungen, keine versteckten Gebühren.
Mehr als 57.000 bearbeitete Fälle
Unser Speziallabor betreut Kunden seit 1998 und hat mehr als 57.000 Fälle bearbeitet, darunter komplexe Speicherausfälle.
Über 10.000 Spenderlaufwerke auf Lager
Durch unser eigenes Ersatzteillager müssen wir nicht wochenlang auf Teile warten. Die meisten Datenrettungen können sofort mit passgenauen Komponenten beginnen.
DSGVO-konform, NDA verfügbar
Wir befolgen strenge Datensicherheitsprotokolle und bieten Firmenkunden kostenlose NDAs an. Ihre Daten sind während des gesamten Prozesses geschützt.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich, ob eine Datenrettungsfirma seriös ist?
Achten Sie auf: ein eigenes Labor (kein Vermittler), transparente Preise mit verbindlichen Angeboten, eine klare „Keine Daten, keine Kosten“-Regel, langjährige Marktpräsenz mit nachweisbarer Erfolgsbilanz und die Bereitschaft, den Ablauf genau zu erklären. Meiden Sie Unternehmen, die eine vollständige Vorauszahlung verlangen oder eine 100-prozentige Erfolgsquote versprechen.
Warum sind die Preise für Datenrettung bei verschiedenen Anbietern so unterschiedlich?
Die Preise unterscheiden sich, weil einige Unternehmen über eigene Labore und Ausrüstung verfügen (geringere Gemeinkosten pro Fall), während andere als Vermittler einen Aufschlag berechnen. Zudem locken manche Anbieter mit niedrigen Einstiegspreisen und erhöhen den Preis, sobald sie Ihren Datenträger haben. Verlangen Sie nach der Diagnose immer ein verbindliches Angebot.
Sollte ich zuerst kostenlose Datenrettungssoftware ausprobieren?
Bei einem einfachen Löschen von Dateien auf einem ansonsten intakten Laufwerk kann kostenlose Software wie Recuva funktionieren. Wenn Ihr Laufwerk jedoch ungewöhnliche Geräusche macht (Klicken, Piepsen), vom Computer nicht erkannt wird oder physische Schäden aufweist – führen Sie KEINE Software aus. Jeder fehlgeschlagene Versuch kann eine professionelle Datenrettung erschweren oder unmöglich machen.